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Brennpunkt Afrika – Auch wenn die Debatte unbequem ist, müssen wir sie endlich führen

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Es ist schon paradox – während wir pausenlos über das Thema “Flüchtlinge” sprechen, schweigen wir lieber zu den Fluchtursachen. Neben Kriegen und politischen Unruhen spielen vor allem bei den Flüchtlingen aus Schwarzafrika ökonomische Motive die wichtigste Rolle. Dieser Teilaspekt gerät auch am schnellsten zwischen die ideologischen Mühlsteine der Diskutanten. Während die Rechte von Wirtschaftsflüchtlingen und dem Untergang Europas fabuliert, suchen große Teile der Linken die Schuld im „Kapitalismus“ und der Ausbeutung Afrikas durch den weißen Mann. Das ist sicherlich gut gemeint, aber „unterkomplex“ und führt uns in der Debatte auch nicht weiter. Und es ist wichtig, dass wir diese Debatte jetzt führen und möglichste schnell zu Ergebnissen kommen, denn die Uhr tickt unaufhörlich und durch Wegsehen werden wir das Problem nicht lösen können. Von  Jens Berger . Lesen Sie dazu bitte auch den Artikel „ Afrikas Flüchtlinge, Afrikas Probleme und unsere Verantwortung “, auf dem dies...

Besuch in Wolgograd

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Das war sie also, die, glaubt man den Expertenmeinungen außerhalb des deutschen Mainstreams, beste WM aller Zeiten. Es war eine wunderbare Zeit, für mich ein wundervoller, erfüllender Monat in Russland. Nun ist die WM vorbei, meine Faszination für Russland jedoch nicht. Als ich vor Kurzem in Wolgograd war, war der Großteil der Besucher aus Wolgograd bereits wieder abgereist, denn das letzte Spiel im neu gebauten Stadion war bereits gespielt. Der spannende, internationale Teil der WM mit zahlreichen ausländischen Gästen in der Stadt war für Wolgograd schon zu Ende. Die Stände und Zelte vor dem Stadion wurden wieder abgebaut. Doch auch ohne große Zahl an ausländischen Gästen verblieb die Stadt im WM-Fieber. Die Stimmung in der Fan-Zone war beeindruckend. Ganz Wolgograd schien sich dort allabendlich zu versammeln und gemeinsam zu feiern. Von  Gert-Ewen Ungar . Doch Wolgograd war für mich weniger wegen der WM ein Ort, den ich unbedingt besuchen wollte. Die Stadt, die vormals den...

Wenn Niedertracht und Scheinheiligkeit zusammentreffen – Deutschland, Özil und die Integrationsdebatte

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Wenn wir gewinnen, bin ich Deutscher. Wenn wir verlieren, bin ich der Immigrant. So fasste Mesut Özil seine Außenwirkung in seinem  Abschiedsbrief  von der Nationalmannschaft zusammen und wer will ihm da ernsthaft widersprechen. Die deutsche Integrationsdebatte ist auch heute noch, mehr als 50 Jahre nach Ankunft der ersten “Gastarbeiter”, verkrampft, spießig und scheinheilig und zielt nicht auf Integration, sondern auf Assimilation. Da kann es kaum verwundern, dass sich so wenig Deutsche mit ausländischen Wurzeln mit diesem Land wirklich identifizieren können, identifizieren wollen. Hoffen wir, dass die hitzig geführte Sommerlochdebatte rund um den Rücktritt des fünfmaligen “Nationalspielers des Jahres” Mesut Özil da endlich Abhilfe schafft. Ein Kommentar von  Jens Berger  mit einem interessanten Leserbrief zum Thema im Anhang. Was genau hat Mesut Özil eigentlich verbrochen, dass er derart polarisiert? Wohl kein anderer Fußballer wird von Teilen der Fans ...

Avaaz startet eine Schmierenkampagne und macht sich damit selbst lächerlich

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Avaaz weiß Bescheid. An diesem Wochenende hat die umstrittene Online-Campaigning-Plattform  eine neue Kampagne  mit dem marktschreierischen Titel “Die schockierende Wahrheit über Trump – und die Beweise” lanciert. Zahlreiche unserer Leserinnen und Leser waren schockiert und wiesen uns auf dieses Pamphlet hin. Darin behauptet man unter anderem, Trump sei “ein russischer Geldwäscher” und es sei nun klar, dass er “mache, was Putin ihm sagt”. Avaaz begründet dies mit “einem Stapel an Beweisen für Trumps lange Komplizenschaft mit russischen organisierten Kriminellen”, die bei näherer Betrachtung allesamt Luftnummern sind, und holt dann zum großen Rundumschlag gegen Putin aus, der “Chemiewaffen einsetzt, Menschen ermordet und in der Ukraine eingefallen ist”. Die Grenzen zwischen Kampagnenjournalismus á la BILD, dummdreister Internettrollerei und unfreiwilliger Satire verschwimmen bei Avaaz immer mehr. Zumindest eines ist nun klar –  Avaaz braucht niemand. Die NachDenkSei...

Ausländer rein! Das Bundesverteidigungsministerium will die Bundeswehr für Ausländer öffnen, weil ihr die Rekruten ausgehen. Ein Kommentar von Ingar Solty

Der Bundeswehr gelingt es nicht, genügend freiwillige Rekruten zu bekommen. Jetzt eruiert das Bundesverteidigungsministerium erneut, ob nicht auch Ausländer in der Bundeswehr dienen dürfen. Dabei kann man nicht sagen, dass die Bundesregierung in den letzten Jahren und nach der Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht nicht alles unternommen hätte, genügend Menschen für die Bundeswehr zu begeistern. Das Verteidigungsministerium hat (1.) in den ersten fünf Jahren seit Aussetzung der Wehrpflicht zum 1. Juli 2011 die Ausgaben für Werbemaßnahmen für die Truppe verdoppelt. Im Vergleich zur heißen Phase des Afghanistankrieges 2008 stiegen die Ausgaben bis 2016 gar um 530 Prozent! Die Werbung für die Bundeswehr, die uns überall und ununterbrochen von teuren Plakatwänden, aus teuren Hochglanzzeitschriften und auf Jobmessen in Deutschland anblickt und uns auffordert zu machen, „was wirklich zählt“, tut dabei (2.) so, als sei die Bundeswehr ein ganz normaler Arbeitgeber wie jeder andere auch....